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IHK-Konjunkturbericht 4. Quartal 2011
(PDF, 390 KB) (Dokument-Nr.: 5914)
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Halle, 1. Februar 2011. Nachdem sich die Stimmung in der regionalen Wirtschaft im Herbst deutlich eingetrübt hatte, stabilisiert sich das Konjunkturklima im vierten Quartal 2011 wieder. Der Konjunkturklimaindex, in den die Einschätzungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Lage und zu ihren Geschäftserwartungen eingehen, liegt per Saldo mit 11,8 Punkten nahezu unverändert weiter deutlich im positiven Bereich. Damit zeigt sich die Wirtschaft im Süden Sachsen-Anhalts in robuster Verfassung. Allerdings klaffen Lage und Erwartungen immer weiter auseinander.
„Auch wenn das konjunkturelle Bild wegen der weiterhin guten Lage einerseits und den pessimistischen Erwartungen andererseits durchaus zwiespältig ist, werten wir das Ergebnis unter dem Strich positiv“, fasst Christof Wockenfuß, Leiter Standortpolitik der IHK, die Entwicklung zusammen. Zur Begründung: „Erstens reflektieren die Lagewerte das reale Bild in den Unternehmen; und das ist bei den meisten Antwortenden richtig gut. Fakten schlagen Spekulationen. Zweitens werden stabile Beschäftigungs- und Investitionspläne gemeldet. Zudem sind keineswegs alle Zukunftsindikatoren so negativ, wie die im Grundsatz pessimistischen Erwartungen.“ Allerdings, so Wockenfuß weiter, sei nicht zu verhehlen, dass die Kluft zwischen Lage und Erwartungen als Indiz für erhebliche konjunkturelle Risiken gesehen werden könne. Hier spiele auch die ungelöste Staatsschuldenkrise im Euroraum eine Rolle.
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Brockmeier nimmt Grundsätzliches in den Blick und bricht eine Lanze für Marktwirtschaft und Wettbewerb: „Das verbreitete Gerede von der angeblichen Krise des Kapitalismus ist schwer erträglich. Dass nun offenbar selbst Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums in Davos von diesem Bazillus befallen sind, macht das Ganze nur schlimmer.“ Brockmeier betonte, dass die Ursache der aktuellen Krise kein Markt-, sondern ein Staatsversagen sei – konkret: „ein Regel-, Kontroll- und Sanktionsversagen ersten Ranges“. Die Marktwirtschaft sei es, die Unternehmer dazu zwinge, von den Bedürfnissen anderer – nämlich ihrer Kunden – auszugehen. Allein dies habe bereits moralisches Gewicht. Zudem hätten die Arbeitnehmer als Kunden stets das letzte Wort. „Dies weist auf eine moralische Kategorie der Marktwirtschaft, nicht auf eine Krise!“
Die Ergebnisse des IHK-Konjunkturberichtes im Einzelnen:
© IHK Halle-Dessau
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
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