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AUSBILDUNGSJAHR

Unternehmen schaffen mehr betriebliche Ausbildungsplätze

Halle, 13. Januar 2012. Die Unternehmen im südlichen Sachsen-Anhalt haben im Jahr 2011 mehr betriebliche Ausbildungsplätze geschaffen als im Vorjahr. Dies vermeldet die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK): Mit 4.284 betrieblichen Ausbildungsplätzen ist im Vorjahresvergleich ein Anstieg um 2,6 Prozent zu verzeichnen. Da gleichzeitig allerdings die Zahl der außerbetrieblichen Ausbildungsplätze – demografiebedingt – überproportional stark schrumpfte, ging die Gesamtzahl aller ins Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse der IHK eingetragenen Ausbildungsplätze im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf 4.812 zurück.

Insgesamt könne eine positive Bilanz gezogen werden, so Dr. Simone Danek, Geschäftsführerin für Aus- und Weiterbildung der IHK: „Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist ungebrochen. Leider konnten auch in diesem Jahr nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzt werden.“ So seien oftmals keine geeigneten Bewerber gefunden worden. Auch seien bereits gegebene Zusagen von Jugendlichen zurückgezogen worden. Simone Danek: „Erfreulich ist die Zahl der neu gewonnenen Ausbildungsbetriebe. Engagierte Unternehmen sind das Fundament für den Erfolg der dualen Ausbildung.“ 383 neue Ausbildungsbetriebe stellten erstmalig insgesamt 475 neue Ausbildungsplätze zur Verfügung.

Zunehmend erhielten auch schwächere Jugendliche eine Ausbildungschance. So würden durch Unternehmen bereits Fördermaßnahmen wie Nachhilfe und Mentorenprogramme angeboten. „Natürlich sind – bei aller Freude darüber im Grundsatz – dieser Entwicklung Grenzen gesetzt. Es gibt nun einmal Anforderungen in den Berufsbildern, die nicht unterschritten werden dürfen. Es geht schließlich um den Erwerb eines Facharbeiterabschlusses“, so Danek weiter.

Positiv sei auch, dass Unternehmen Plätze zur Einstiegsqualifizierung bereitstellten. So hätten sich im vergangenen Jahr über 400 Unternehmen bereiterklärt, dieses besondere Praktikum für Jugendliche anzubieten. „Die Einstiegsqualifizierung bietet eine Brücke in die Arbeitswelt“, erläutert Danek und weist darauf hin, dass bei über 70 Prozent jener Jugendlichen, die ihre Einstiegsqualifizierung beendeten, im Anschluss die gewünschte duale Ausbildung erfolgt sei.

DOKUMENT-NR. 4772

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